Ra(n)dnotizen #90

Eins gleich vorab: Die Leipziger neuseenclassics stehen vor der Tür bzw. fanden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ra(n)dnotizen schon statt. Ich mittendrin und somit ist die freie Zeit in dieser Woche vornehmlich fürs Training reserviert. Man möge mir also verzeihen, das es diesmal etwas knapper wird. 🙂

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Jawoll, es geht doch. In Berlin-Kreuzberg ist gerade ein Logistikunternehmen dabei sich zu etablieren, das auf Cargobikes setzt. Dicke Dreiräder mit Elektrounterstützung ermöglichen es dabei, bis zu 250 Kilogramm Ladung zu transportieren. Ich rede ja schon lange davon, das es innerstädtisch Unfug ist, alle Transporte mit Transportern oder gar LKW zu erledigen. Alles was über wirklich große Lasten hinaus geht, schafft so ein Cargobike viel besser. Und es ist vor allem auf die kleinen Mengen zu transportierender Güter zugeschnitten, von denen wir in der Stadt reden. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #73

Ganz klar größter Aufreger der letzten Woche war der Berliner Innensenator Andreas Geisel. Denn nun wurde ganz offen thematisiert, was ich mir schon eine Weile dachte und was (leider) auch manch anderer befürchtete. Es geht um die Verschleppung des Radentscheides. So wurde ja schon vor kurzem durch die Initiative Volksentscheid Fahrrad eine Untätigkeitsklage eingereicht, da die Senatsverwaltung für Verkehr die rechtliche Prüfung des Radgesetzes über Gebühr verzögerte.

Ein schlauer Coup eigentlich, denn die Entscheidung wurde genau einen Tag vor dem Wechsel des Verkehrssenators ins Innenressort herausgegeben. Und nun prüft diese Entscheidung – tadaa! – der Innensenator. Möglich gewesen wäre die Entscheidung schon seit Oktober, denn das ihr zu Grunde liegende Gutachten stammt aus eben diesem Monat. In der Pressemeldung der Radinitiative heißt es dazu: weiterlesen

Ra(n)dnotizen #55

Themen: (1) Schlechte Noten für Berliner Parteien (2) Mehr Kopenhagen wagen (3) Ist das Kunst oder kann das weg? (4) Einmal um die ganze Welt (5) Amazon nutzt Cargobikes (6) Parkplätze statt Fahrradbügel? (7) Ausbleibender Finanzmittelabruf (8) Sicherheit durch Fahrradschleuse (9) Mit dem Fahrrad durch L.A. (10) Tweet der Woche: Sandberge auf dem Radweg

Schlechte Noten für Berliner Parteien

In Berlin stehen Wahlen an und das im Wahlkampf plötzlich allen einfällt, das die Fahrradfahrer einen nicht unerheblichen Wählerkreis stellen, hatte ich ja schon demletzt erwähnt. Nun hatte kürzlich der ADFC seine Forderungen zur Abgeordnetenhauswahl vorgelegt und bei dieser Gelegenheit gleich mal ein wenig Schulnoten verteilt. Sollen die Parteien ruhig wissen, wo sie stehen.

Das es gerade für die derzeitige Regierungskoalition schlechte Noten waren, muss vermutlich kaum mehr erwähnt werden. Die Berliner Radverkehrspolitik ist eine Katastrophe. Die SPD kam mit 3,1 noch verhältnismäßig gut weg, die CDU erhielt eine 4,3. Gute Noten erhielten lediglich die Linke und die Grünen, die Piraten blieben im Mittelfeld weil sie das Thema kaum beachten. Das die SPD noch ein wenig reißen konnte lag, so der ADFC, an dessen plötzlicher Aktivität nach dem guten Abschneiden der ersten Unterschriftensammlung für den Radentscheid. Naja, manchmal zahlt sich (blinder) Aktionismus ja auch aus. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #38

Vorfahrt gewähren

Immer wieder gesehen: Ein Autofahrer überholt einen Radfahrer und biegt kurz darauf rechts ab. Dabei zwingt er den Radfahrer zu warten bzw. zum bremsen. Viele Autofahrer wähnen sich hier im Recht, immerhin haben sie ja überholt und der Radfharer hat nun gefälligst – als der Langsamere – zu warten! Aber falsch, auch hier hat der Radfahrer Vorfahrt, die ihm zu gewähren ist!

Übrigens passt hier auch gut die Sache mit dem Radeln in der Fahrbahnmitte, denn das Abbiegen nach dem Überholen ist ein häufiger Unfallgrund, der ganz einfach vermieden werden kann, wenn der Autofahrer gar nicht erst überholen kann.

Effektive Geschwindigkeit

Eine recht interessante Betrachtung von innerstädtischen Geschwindigkeiten ist mir kürzlich beim urbanistmagazin untergekommen. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber deshalb nicht weniger aktuell. Dabei geht es um effektive Geschwindigkeiten in der Großstadt. Dabei wird dann nicht nur die Zeit berechnet, die man tatsächlich von A nach B unterwegs ist, sondern es werden auch „alle Zeiten drumherum“ mitgerechnet. weiterlesen

Einfach mal in der Mitte radeln!

Geübte Stadtradler wissen das eigentlich, aber da es bei ze.tt gerade erwähnt wurde, auch hier sehr gern noch einmal der Verweis darauf. Gleich vier mögliche Unfallursachen, bei denen Radfahrer durch Fehlverhalten von Autofahrern in Unfälle verwickelt werden, lassen sich mit einem sehr simplen „Trick“ verhindern. Fahren in der Mitte der Fahrbahn.

Die vier Unfallursachen sind in diesem Fall:

  • PKW die aus Nebenstraßen kommen und dabei Radfahrer die zu weit rechts fahren durch Hindernisse wie Bäume nicht sehen können.
  • Entgegenkommende Linksabbieger, die Radfahrer hinter einem anderen Fahrzeug nicht rechtzeitig sehen, da der Radfahrer zu weit rechts ist.
  • Rechtsabbiegende PKW, die gerade einen Radfahrer überholt haben und nun ganz eilig vor ihm abbiegen wollen.
  • Zu dichtes Überholen eines Radfahrers

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