Als Fahrradpendler in Berlin unterwegs, oder: How to survive your Heimweg!

Ich fahre nun schon seit einigen Jahren generell mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder heim. In Berlin ist das einfach die schnellste Lösung, denn so spare ich mir etliche Stunden Stau, schon meine Nerven und die Umwelt, tue etwas für meine Gesundheit und habe immer etwas zu berichten. Also immer dann, wenn die Nerven doch mal nicht geschont wurden.

So wie heute, denn auch wenn ich eher zu der Gruppe Radfahrer gehöre, die inzwischen hupresistent sind, bei Nahtoderlebnissen tendenziell eher gelassen bleiben und sich auch sonst nicht wirklich aus der Ruhe bringen lassen, war der heutige Heimweg nach der Nachtschicht irgendwie bezeichnend für Berlin, für das, was viele Radfahrer hier tagtäglich erleben und woraus – in Notwehr – der so genannte Radelrambo hervorgeht. Ein Hindernisparcour. weiterlesen

„Schneesturm“ in der Spandauer Wilhelmstadt

Schnee ist ja in der Großstadt eher unbrauchbar. Die weiße Pracht hält nur sehr kurz vor und weicht recht flott einem hässlich-matschigen Dreck. Obendrein wird es dann verdammt schwer mit dem Fahrrad zu fahren, denn dieser ganze Matsch wird vorzugsweise auf Radwegen abgekippt und dennoch fehlt den Autofahrern dann das Verständnis dafür, das die Radler nun auf die Straße ausweichen müssen.

Aber dennoch ist es eben immer ganz nett anzusehen, wenn der Schnee fällt. So war es dann auch Mitte letzter Woche, als ein Schneesturm über Brandenburg und Berlin hinweggezogen ist. Und weil es so schön aussah, zückte ich das Handy um ein wenig zu knipsen. Leider schafft man es mit dem Handy nur bedingt, ordentliche Schneefallbilder zu machen, weshalb ich auf Video auswich und ein wenig mit Zeitlupe experimentierte. weiterlesen

Der Jahreswechsel in der Spandauer Wilhelmstadt

Wie schon Silvester 2010/2011 und 2014/2015 habe ich auch beim letzten Jahreswechsel die GoPro mitlaufen lassen und dabei Zeitrafferaufnahmen gemacht. Und ebenso wie auch bei den vorherigen Versuchen zeigte sich der Trend zu immer weniger Böllerei. Allerdings war es dieses Jahr – und das hörte man auch von anderen Leuten – wesentlich lauter als in den Jahren zuvor. Akkustisch dachte man hier in der Spandauer Wilhelmstadt, das mindestens der dritte Weltkrieg zum Ausbruch gekommen ist, etliche Böller klangen wie Maschinengewehrsalven, manche sogar wie größere Geschütze und zuweilen wackelte das gesamte Haus. 😯 weiterlesen

Ra(n)dnotizen #49

Themen: (1) Idaho-Stop (2) Radelnde Politiker? (3) Bündnis für Radverkehr (4) Fahrradkrieg (5) Straßenkampf (6) Geniale Ampeln (7) Soester Schutzstreifen gestoppt (8) 7 Gründe für E-Mountainbikes (9) Durchsichtiges Wahlkampfmanöver(10) Eine Rennstrecke und fehlende Werbung

Idaho-Stop

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Dieter Janecek hat es erkannt: Viele Verkehrsregelungen sind vornehmlich auf das Auto zugeschnitten und müssen somit, angesichts sich verändernder Verhältnisse der verschiedenen Verkehre neu überdacht werden. Und aus diesem Grund fordert er, Radlern das Fahren bei Rotlicht zu erlauben.

„Bislang haben wir den Verkehr in den Städten vorrangig nach den Bedürfnissen des Automobils ausgerichtet. Künftig sollen Auto, Fahrrad und Fußgänger gleichberechtigt sein“, begründete Janecek seine Initiative.

Das Ganze ist auch nicht wirklich neu, sondern als Idaho-Stop bekannt. Der Name lässt die Herkunft erkennen, Idaho. Dort gilt, das Radler eine rote Ampel wie ein Stopschild betrachten dürfen und ein Stopschild wie ein einfaches Vorfahrt gewähren. Das alles gibt es übrigens seit 1982, Zeit also, das es langsam auch nach Deutschland kommt. Immerhin wird ja sonst jeder Kram aus Amerika übernommen, weshalb also nicht zur Abwechslung mal was sinnvolles?!

Radelnde Politiker?

Zugegeben, wünschenswert wäre es. Und es hätte sowohl Signal- als auch Vorbildwirkung. Politiker, die anstelle dicker Limousinen das Fahrrad benutzen, um damit von Termin zu Termin zu gelangen. weiterlesen

Randnotizen #36

Durchgeboxt

In den letzten Tagen war es ja reichlich in den Schlagzeilen. Das Gesetz zur Förderung des Radverkehrs in Berlin (RadG) ist in Sack und Tüten und wurde nun dem Senat zur Kostenschätzung vorgelegt. Dort hingegen meint man ja noch immer, das man genug für den Radverkehr in der Stadt tun würde. Nun ja, wäre es so, dann würden die Berliner Radfahrer wohl nicht – quasi in Notwehr – ein solches Projekt auf den Weg bringen. Wie dem auch sei, ich habe mal bei Google+ eine kleine Sammlung angelegt, in der ich interessante Artikel rund um das Thema Radverkehr in Berlin poste. Wer sich dafür interessiert, einfach mir oder der Sammlung folgen.

Verplappert

Eigentlich ist erst kommenden Dienstag die Pressekonferenz, zu der sich die Wählerinitiative soziales Spandau (WisS) der Presseöffentlichkeit vorstellen wollte. Der Tagesspiegel hat sich jedoch verplappert: weiterlesen

Randnotizen #35

Aufgestellt

Ich werde wohl demnächst noch etwas ausführlicher darauf eingehen, aber es sei schon einmal kurz erwähnt: Ich wurde für die Wahl zur nächsten Bezirskverordnetenversammlung Spandau aufgestellt. Genaugenommen habe ich mit einigen Mitstreitern die „Wählerinitiative soziales Spandau (WisS)“ gegründet und wir treten zur BVV-Wahl im September an. Bis dahin müssen zunächst noch ein paar Unterstützungsunterschriften gesammelt und jede Menge Wahlkampf gemacht werden. Die WisS ist quasi die Antwort einiger Spandauer Bürger auf die festgefahrene Kommunalpolitik, die vornehmlich durch „auf Linie gebürstete Parteisoldaten“ betrieben wird und komplett am Bürger vorbei geht. Obendrein sehen wir uns als Alternative zur Alternative, sprich, Protestwähler müssen nicht die AfD wählen, wenn sie „den Etablierten“ einen Denkzettel verpassen wollen.

Abgezählt

Zur Erfassung der Besucherzahlen hier im Blog verwende ich bisher da – leider nicht mehr aktiv weiterentwickelte – WordPress-Plugin Semmelstatz. Ein feines Ding das viel kann und gefühlt auch recht genau arbeitet. weiterlesen

Eine Paddeltour in Berlin-Spandau

Nach den extrem kalten Tagen Anfang Januar hat sich das Wetter ja wieder einigermaßen in den Griff bekommen und ist nur noch winterlich schmuddelig. Aber weit und breit kein Eis mehr auf den Gewässern. Und genau das lockte dann zu einer kleinen Paddeltour, denn auch das Kajak will ja hin und wieder mal bewegt werden.

Also schnappte ich mir Sohnemann, der gerade Urlaub hatte, und wir paddelten eine kleine Runde über die Spandauer Havel. Also über einen Teil davon. Die Runde ist sozusagen meine „Hausrunde“, da sie auch mal schnell nach Feierabend als kleines Entspannungsworkout zu machen ist. weiterlesen

Kajakfahrt (halb) um die Spandauer Zitadelle

Neben den Aufnahmen zu Klein Venedig habe ich am 1. Mai auch einige Aufnahmen an der Spandauer Zitadelle gemacht. Die war nämlich neben einem Restaurant in Saatwinkel das Hauptziel unseres Ausfluges. Also sind wir durch die Schleuse Spandau — okay, wir haben die Umtragung genommen, das war einfacher als gemeinsam mit massenweise Motoryachten durch die Schleuse zu eiern — und dann direkt zur Zitadelle. Ich hatte irgendwie noch dunkel in Erinnerung, das man auf dem Weg zur Zitadelle über mehrere Gräben musste und war deshalb guter Dinge, das wir die Zitadelle einmal komplett umrunden können. Aber leider hatte ich das falsch im Hinterkopf und so endete unsere Fahrt direkt am Torhaus der Zitadelle. weiterlesen