Tawaritsch im Wald #5

Hier ist nun der fünfte und letzte Teil des Berichtes zum Lost Place Vogelsang, der Stadt im Wald. Warum hier so plötzlich Ende ist, wird sich dem aufmerksamen Leser noch erschließen. Nachdem der militärische Teil besucht war ging es nun zum zivilen Teil, einer kompletten Stadt mit allem drum und dran inmitten des Waldes.

Fast die komplette Infrastruktur ist noch erkennbar, neben einem eingestürzten Kino stehen Gebäude wie Schule, Turnhalle, Restaurant oder Kulturhaus noch in voller „Pracht“ im Wald. Begonnen hat unsere Runde durch die Stadt im Restaurant. Das Restaurant war ein DDR-typischer Flachbau mit Betonwelldach und gläserner Front. Zuweilen wurde diese Bauart auch für kleinere Geschäfte genutzt.

Innen war, wie inzwischen erwartet, alles leergeräumt. Der Speisesaal zeigte dann noch Spuren des „russischen Umzugs“, bei dem ja bekanntlich nicht nur die Möbel sondern auch die restliche Ausstattung eingepackt wurde. Die Küche des Restaurants war komplett leergeräumt. Schade, denn nach der Küche in der Kaserne erhoffte ich mir hier doch etwas mehr.

Also verließen wir das Restaurant und gingen ein Gebäude weiter. Dabei handelte es sich augenscheinlich um das ehemalige Kulturhaus der Stadt im Wald, denn es bestand im gfroßen und ganzen nur aus einem großen Saal mit Bühne und einigen kleineren Räumen.

Die Gestalt, die sich da auf der Bühne herumtreibt, ist übrigens MaxED9. Er hätte ruhig mal einen Augenblick stillhalten können, dann wäre er nicht so verwischt im Bild. 😉

Leider war auch im Kulturhaus alles komplett ausgeräumt, selbst die komplette Bühnentechnik war nicht mehr vorhanden. Der vordere Bühnenrand war auch nicht mehr im besten Zustand, gab dafür aber ein nettes Fotomotiv, passend zu diesem Lost place, her.

Während sich alle auf und hinter der Bühne herumtrieben, wuchs meine Neugier und ich erkundete die anderen Räume. Unter anderem gab es ein Obergeschoß, das neben zwei oder drei kleinen Kammern einen Vorführraum für Kinoaufführungen bot. Obwohl das fast alles war, war die Treppe hinauf nicht gerade klein gehalten. Ihre Größe ließ zumindest deutlich mehr vermuten.

Tja, und dann kam der Moment, der auch das Ende des Berichtes begründet. Der absolute Super-GAU trat ein: Der Akku der Kamera gab auf. Und nicht nur das, weil er eigentlich ewig durchhält, war der Reserveakku schon so lange unbenutzt in der Tasche, das auch er sich entladen hatte. Und damit war Sense mit fotografieren… 😡

Kurz zusammengefasst: Der weitere Weg führte noch durch eine Turnhalle, eine Schule, das eingestürzte Kino, eine Wäscherei, eine Kindertagesstätte und ein Wohngebäude. Abschließend wurde noch ein Trip in einen Führungsbunker unternommen. Insgesamt waren wir somit 9 Stunden auf dem Areal unterwegs und haben bei weitem nicht alles gesehen.

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Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)