Tawaritsch im Walde #4

Nachdem das Heizhaus der ehemaligen Kaserne Vogelsang nun schon fast vollständig erkundet war fiel uns auf, das es neben dem uns bisher bekannten Til noch einen weiteren Gebäudeteil nebst Anbau gab. Also raus und rum und schon standen wir vor einem weiteren Eingang. Hier wurde wirklich clever gebaut, denn das Nebengelaß war nichts anderes als ein Duschgebäude.

Zunächst war uns das nicht wirklich aufgefallen, denn das einzige was man auf dem Hof des Heizhauses sah war ein Anbau aus Backsteinen, der obendrein eher wie ein Geräteschuppen aussah. Die einzige einsehbare Öffnung zeigte die Befeuerungsöffnung eines Ofens, etwas das in oder vielmehr an einem Heizhaus nicht wirklich sonderbar anmutet.

Klar, wenn im Heizhaus schonmal warmes Wasser bis dorthinaus anfällt, dann kann man das auch nutzen um Duschen für Soldaten damit zu versorgen. Und direkt nebenan spart lange Leitungen und umständliches Dämmen. Also hatte man seinerzeit kurzum einen Anbau an das Heizhaus gesetzt und rot Duschen untergebracht.

Obendrein schienen diese Duschen auch zu Desinfektionszwecken genutzt worden zu sein, denn direkt neben dem Eingang war eine Art Pförtnerloge oder Registratur. Die Duschen selbst waren für die damalige Zeit typische Gruppenduschen: Ein Pfeiler, vier Duschköpfe darum, fertig. Davon dann je nach Raumgröße zwei bis acht Stück, in diesem Falle zwei.

Um von den Duschen in den Anbau zu gelangen, der vom Hof aus nur die Heizungsöffnung zeigte musste man erneut aus dem Gebäude heraus und drumherum. Dabei fiel mir ein kleiner würfelförmiger Bau auf, den ich sogleich erkunden ging. Es handelte sich um eine Trafostation die bereits den Teil einer Wand eingebüßt hatte und somit Einblicke in ihr Inneres zuließ.

Nachdem sich herausgestellt hatte das der zusätzliche Anbau am Heizhaus nichts spekatkuläres zu bieten hatte und ansonsten nur noch Unterkunftsgebäude in der näheren Umgebung zu finden waren, beschlossen wir die Kaserne zu verlassen und uns dem zivilen Teil des Ganzen zuzuwenden.

Okay, nicht nur das gab den Ausschlag, obendrein hatten wir den örtlichen Geocache gefunden und wollten nun langsam den nächsten angehen, der sich eben im zivilen Teil befand. Der Bonus zum Cache in der Kaserne ließen wir auf Anraten des Owners erstmal aus, diese Reihenfolge sollte uns einiges an Wegstrecke sparen. Direkt neben dem Tor durch das wir nicht nur hinaus, sondern nun auch wieder hinaus sind befand sich das wirklich einzige Graffitti das uns untergekommen ist.

Auch das kann man, wie den fehlenden Vandalismus, durchaus auf die Lage der gesamten Anlage mitten im Wald zurückführen. Neben diesem, ja noch recht gut aussehenden, Graffitti befanden sich lediglich vereinzelte Minischmierereien auf dem Gelände, die konnte man aber an zwei Händen abzählen.

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Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)