The Mystic Night Train

Wie auch der benachbarte Nachtcache der vor einer Woche gesucht und gefunden wurde, versprach „The Mystic Night Train – LP Nachtcache“ (GC18KWM) eine spannende Runde durch die nächtliche Döberitzer Heide.

„Es ist bereits stockfinstere Nacht. Du befindest Dich auf dem Weg zu deinem nächsten Einsatz. Und auf den bist du perfekt Vorbereitet. In deinem Reisegepäck befindet sich eine starke Taschenlampe (auf 200m fokussierbar), eine Schwarzlichtlampe sowie eine Infrarot Fernbedienung (für Bonus). Du stürzt in die Empfangshalle. Du hast nicht viel Zeit, aber welches Gleis ist das richtige? Erst einmal einen Überblick verschaffen. Du hältst an den „ROTEN“ Signalen und sammelst die Abfahrtsinformationen. Das scheint eine überaus spannende Anreise zu werden …“

Und so machten wir uns im Rudel auf dem Weg. Nicht nur Geocacher waren dabei, auch prominente Begleitung in Form der Blog-Oma stiefelte mit durch die Nacht um mal zu überprüfen, was bei diesen nächtlichen Dosenjagden so alles passiert.

Noch am Abend sah es fast so aus als würde der geplante Trip buchstäblich ins Wasser fallen, eine dicke Gewitterfront zog über Berlin hinweg und brachte Tod und Verderben Unmengen Wasser mit. Aber bei intensiver Beobachtung aller einschlägigen Wetterwarn-, Wetterradar- und sonstigen Wetterinformationsseiten konnte ich genauer als ein Metereologe feststellen das die Nacht eher niederschlagsarm wird und wir zogen los.

Am Treffpunkt kamen noch einige Tropfen vom Himmel aber schon während der Wartezeit auf die beiden letzten Rudelmitglieder hörte es auf. Kurz nach 23 Uhr war das Rudel, bestehend aus MaxED9, Oszedo, Polxs, Bodo+Cölli, der Blog-Oma und mir vollständig und es ging los. Da der zum Cache gehörende „Parkplatz“ eher ein Notbehelf für ein einziges Auto ist wurde der Anmarsch etwas länger und vor allem recht abenteuerlich. Aus reiner Bequemlichkeit marschierten wir direkt am Rand einer Kraftfahrstraße entlang, aber der Verkehr hielt sich schon allein wegen der fortgeschrittenen Stunde in Grenzen und wer in der Nähe der großen Stadt war, der war sowieso beim DFB-Pokalfinale und nicht auf Bundesstraßen unterwegs. 😉

Nun wurde mir ja schon öfter in Zusammenhang mit diesem Cache erzählt, das man ihn wirklich erst bei absoluter Dunkelheit beginnen sollte, damit der Start seine volle Wirkung entfalten kann. Und tatsächlich, der Anblick der sich einem am Start bietet hat es wirklich in sich. Allein dafür lohnt sich die Fahrt hinaus in die Heide.

Weiter ging es und so langsam machten sich die Folgen des Unwetters bemerkbar. Da fast die gesamte Runde über Wiesen führt und das Gras auch noch die Frechheit besitzt von Meter zu Meter höher zu werden, waren zunächst die Füße, dann Teile der Hosenbeine und schlußendlich die Hosen bis zum Bund pitschenass. Aber egal, man ist ja „nicht von Zucker“ und es gibt schließlich schlimmeres als nasse Hosen.

Anders als der benachbarte Nachtcache (LAZER STRELOK – GC1PB5P) wurden beim Nachtzug keine Unmengen wartungsintensiver Technik in den Wald geschleppt, sondern ein klassischer Nachtcache mit durchweg findbaren Stationen geschaffen, der somit nicht nur  für erfahrene Nachtcacher eine äußerst angenehme Runde darstellt, sondern auch Neulinge auf diesem Gebiet ins Nachtcachen einzuführen (und dafür zu begeistern) in der Lage ist. Nur der Max hatte was zu meckern. 😎

Und etwas Glück war dann auch noch im Spiel, der Bonus (GC18NDY) ist aktuell eigentlich deaktiviert. So brauchten wir keine Infrarotfernbedienung sondern eben besagtes Glück. um den Bonus noch mitnehmen zu können. Das hatten wir dann auch, unsere Kristallkugeln deuteten die Hinweise auf Anhieb korrekt und so waren wir dann in der Lage trotz Dunkelheit und fehlender Technik die Koordinaten des Bonus auszumachen.

Okay, erst lagen wir knappe 3 Meter daneben und wollten den Owner kontaktieren, der jedoch reagierte (wegen der späten Stunde?) nicht und so mussten wir das Allerletzte aus der Technik herausholen die wir mit in die Heide geschleppt hatten. Mit Erfolg. 🙂

Die Döberitzer Heide bei Nacht

Ein paar Fotos wollte ich dann auch noch machen, aber ich durfte feststellen, das ein Handy selbst mit eingebauter Cybershot nur bedingt für Aufnahmen in der nächtlichen Döberitzer Heide taugt. Der Hersteller meint zwar das dieses Handy für Aufnahmen im Dunkeln geeignet wäre, meinte damit aber vermutlich keine Outdoor-Shootings. Die Canon mitzuschleppen wäre Unfug gewesen und die Kompakte ist gerade nicht verfügbar. Somit blieb es halt beim Handy, mit eben recht bescheidenem Erfolg, es kam sozusagen ein wahrhaft „klassisches Nachtfoto“ dabei heraus…

Glücklicherweise hatte aber Oszedo eine Kamera dabei und so konnten wir wenigstens das obligatorische Rudelfoto machen, nicht das uns nachher niemand glaubt das wir wirklich dort gewesen sind. 😉

hinten v.l.n.r.: Schrottie, Cölli, Bodo, Polxs und MaxED9 - vorn: Oszedo

Die Blog-Oma wollte nicht mit aufs Foto, also ist das Gruppenbild eigentlich unvollständig. Naja, und ich habe mal wieder verpennt das es gleich losgeht und sehe deswegen mal wieder echt bekloppt aus. Aber irgendwas ist ja immer…

P.S. Man beachte auch die Berichte bei MaxED9, Oszedo und der Blog-Oma!

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

4 thoughts to “The Mystic Night Train”

  1. ick hab doch nicht gemeckert, das sieht anders aus :P. Meine Erwartungen wurde nur nicht zu 100% erfüllt und scheinbar waren die Metalldiebe gut am Werk, weil Gleise hab ich keine entdeckt 😉

  2. Nei, nein, Schrotti, wenn ich es so erzähle, dann verstehen es meine Blogleser schon richtig und finden diese Form der Freizeitbeschäftigung sogar sehr interessant. Nur die exakte Schilderung in der Geocaching-Sprache möchte und kann ich ja auch gar nicht darlegen.
    Ich sage dazu moderne Schnitzeljagt.
    Dir und Deinen Lieben noch einen morgigen schönen und frohen Pfingstfeiertag.
    Alles Gute und tschüssi, winke, winke, Brigitte

  3. Pingback: Oszedos Blog

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