Turboreview? Geht anders!

Vor einiger Zeit hatte ich mich ja schonmal ein wenig über die Reviewer von geocaching.com geäußert. Und nach wie vor finde ich deren Arbeit äußerst intransparent, auch wenn sie durch Dinge wie die Veröffentlichung der Warteschlange etwas anderes zu suggerieren versuchen. Aber eins nach dem anderen.

Die Warteschlange
Mit der Veröffentlichung der Warteschlange (Achtung: Massiver Popup-Alarm!) sieht man, wieviele Caches jeweils so in Deutschland auf den Review warten. Das es in den einzelnen Bundesländern Abweichungen geben kann und woher diese kommen ist gleich mit erklärt. Die Erklärungen wirken schlüssig und leuchten ein. So weit, so gut. Aber wie sieht nun die Arbeit der Reviewer genau aus?

Genaue Äußerungen dazu gibt es nicht. „Wir machen das in unserer Freizeit.“ sowie „Wir halten uns an die Regeln.“ sind so ziemlich die einzigen Aussagen die man auf Nachfrage bekommt. Also stellt man sich eben selbst vor, wie das so ablaufen kann. Und das meist am eigenen Cache.

Der Review, wie er sein könnte
Ich stelle mir das erstmal so vor: Ein Cachelisting wird eingereicht. Der Reviewer sieht alle neuen Listings in seinem Bereich direkt untereinander, die ältesten zuoberst. Alle schön der Reihenfolge nach. Hier dürfte auch klar werden, aus welchem Grund ich es befremdlich fand, das eine offensichtliche Serie mit zwei Tagen Verzögerung freigeschaltet wurde. Nun wird einer nach dem anderen angesehen und freigeschaltet bzw. im Bedarfsfall mit einem Hinweis für den Owner versehen und beiseite gestellt.

Manch Cache dürfte schon auf den ersten Blick den Guidelines entsprechen, also ein kurzer Klick und fertig ist es.

Der Review, wie er tatsächlich ist
Tja, das ist das Geheimnis der Reviewer. Diese betreiben zwar etliche Blogs, dort wird aber nur ein Teil der Guidelines nach dem anderen durchgekaut, Transparenz in die Arbeit der Reviewer wird nicht gebracht.

100 Stunden und kein Ende…
Hier mal ein Auszug aus der aktuellen Warteschlange:

(Grafik: die-reviewer.info)

Die kleine rote Markierung kennzeichnet den Zeitpunkt zu dem ich den letzten Cache eingereicht habe. Das war am vergangenen Mittwoch gegen 13:35 Uhr. Wie man der Warteschlange entnehmen kann, waren zu diesem Zeitpunkt knapp über 100 Caches in Lauerstellung. An den darauffolgenden zwei Tagen wurden es deutlich mehr, aber nach 72 Stunden war die Anzahl wieder auf ein erträgliches Maß geschrumpft.

Der Cache den ich einreichte, war ein Reload, also eine Neuauflage eines wegen Zeitmangel archivierten Caches. Gleiche Koordinaten, gleiche Cachegröße, nur kein Tradi mehr sondern ein Tradi mit Logbedingungen. Im Grunde genommen gibt es also keine große Arbeit damit. Der Cache existierte bis vor kurzer Zeit und entsprach den Guidelines. Somit tut es der Reload auch. Blöderweise ar er bereits im Archiv, der Aufwand für eine Adoption wurde halt als zu hoch eingeschätzt. Ein grober Fehler.

Für gewöhnlich heißt es, das ein Cache nach 24 bis 72 Stunden durch den Review durch ist und freigeschaltet wird (wenn nichts dagegen spricht). Naja, heute um 17:35 Uhr waren ganze 100 Stunden um. Aber ich habe Geduld…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

5 thoughts to “Turboreview? Geht anders!”

  1. Ein Cache nach 24 bis 72 Stunden durch? Da hab ich aber meistens länger gewartet. :mrgreen:
    Denke nicht dass man als Reviewer sein ganzes Wochenende vor dem PC verbringen will, die wollen doch auch mal was loggen. 😆

  2. Kennst Du schon diese Podcast-Folge von moenk?
    http://www.cachetalk.de/archives/19-Geocaching-Reviewer.html

    Und hier ein geheimer Screenshot:
    http://www.4lagig-deluxe.de/wp-content/uploads/2007/02/screenshot.jpg

    :mrgreen:

    1. Den Podcast kenne ich noch nicht, muss aber zugeben das ich für sowas auch kaum Zeit habeund deshalb eigentlich nie in Podcasts reinhöre…

      Und der Screenie? Naja, irgendwas wahres ist schon dran. Jedenfalls wundert es da kaum, das so mancher GC den Rücken zudreht. :unsure:

  3. Rekord bei mir 12 Tage !!!! Dann hab ich den „Stammreviewer“ angemailt und dann nochmals 2 Tage bis zum publish…. aber auch ich habe ja Zeit :sleeping:

  4. Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich die Zeit habe…was nicht heißt, dass ich sonst unbedingt zu viel Zeit hätte.
    Jedenfalls ist es mir gleich, ob der Cache eine Woche früher oder später rauskommt. Macht doch eigentlich keinen Unterschied, oder?

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