Und alles kam anders…

Da war also heute eine Multicachetour mit dem Fahrrad durch Berlins Mitte geplant. Beim Plan blieb es dann allerdings. Angedacht war nämlich, am Salzufer zu starten und dann in Richtung Berlin-Mitte weiterzuradeln, wo noch einige andere Multis auf dem Plan standen. Die Idee war dabei, die Multis die zu Fuß ja doch recht lange dauern und in urbaner Umgebung auch nicht wirklich angenehm zu laufen sind, mit dem Fahrrad abzuspulen.

Aber schon am ersten Cache (OC9754) kam es dann ganz anders. Hätte ich das Listing genauer gelesen, hätte ich es gewusst: Die Strecke ging in eine völlig andere Richtung. Und das gleich 10 Kilometer. Also haben wir diesen Multi einfach erstmal liegen lassen, uns kurz beim Autohändler mit dem Stern die Nase am Schaufenster plattgedrückt und das mögliche nächste Cachemobil ausgesucht und weiter ging die Fahrt in Richtung Alexanderplatz.

Telespargel

Dort gab es dann erstmal einen Tradi (GC1XF4Z) zum warmwerden und wirüberlegten, welchen der umliegenden Multis wir nun angehen. Der Blick auf die Karte änderte dann endgültig den Plan. Anstatt über Frankfurter Allee und Ostbahnhof auf Multitour zu gehen, haben wir den Bogen in die andere Richtung geschlagen – und Tradis „gesammelt“. Nach etwas obligatorischem Berliner Magnetokleinkram (GC295RG, OCA856, GC23KJH), der aber anders als so oft nicht in Hundeklohöhe angebracht war, kam dann inmitten der Stadt mal wieder eine echt dicke Dose (GC2AA34).

Regular hat ja wirklich Seltenheitswert und auch wenn er nicht so spektakulär wie manch anderer Cityregular angebracht war, gefallen tut so etwas immer. Da war es schon fast schade, das wir dann hinterher noch einmal Deutschland Standard (GC222TQ) mitnahmen.

Spreebogenpanorama

Nach einem Picknick auf dem Campus der Humboldt-Uni, wo eigentlich noch ein weiterer Tradi wartete den wir aber wegen Bauarbeiten nicht erreichten, ging die Fahrt weiter zum Hauptbahnhof um dort einen Cache (GC22H19) zu machen, der im Grunde unabhängig von der Tages- oder auch Nachtzeit nur unter den Augen von wahren Muggelmassen zu machen ist. Ärgerlicherweise reichte es nur zum DNF, so sehr wir uns auch mühten, das Ding blieb unauffindbar.

Tja, und dann war da ja noch der ursprünglich geplante Multi. Nun waren wir ja in der richtigen Richtung unterwegs, also gingen wir ihn an. Ärgerlicherweise kamen wir gerade mal bis zur dritten Station, an der scheiterten wir grandios. Ärgerlich deshalb, weil wir hier wirklich extrem selten mit dem Fahrrad entlangkommen, der Cache aber wegen seiner Strecke von 10 Kilometern – one way –  mit dem Fahrrad gemacht werden sollte. Naja, auf einem Beinkann man nicht stehen, also musste ja sowieso noch ein zweiter DNF her.

Die Auswertung am Ende ergab dann, das die Strecke mit knapp 38 Kilometern dann auch noch um einiges kürzer ausgefallen war als zunächst angenommen. Ich vermute mal, das ständige auf- und absteigen, die endlosen Ampelstops in der City und die kurzen Strecken zwischen den einzelnen Tradis haben die Strecke gefühlt länger wirken lassen.

Übrigens: Auch wenn manch einer behauptet, Höhe wäre in Berlin irrelevant, wenn man sich die Sache mal genauer ansieht, dann erkennt man schon enorme Berge. Und die muss man ja auch erstmal bezwingen. So! *gg*

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Und alles kam anders…”

  1. Was war denn der insgesamte Höhenunterschied und längste Anstieg, so in Zahlen ausgedrückt?

    Aber ich bin auch hin und wieder erstaunt wie wenig ich gefahren bin, obwohl ich mich soweit wegfühlte von zu Hause.

  2. uTrack verrät mir, das der Gesamthöhenunterschied zwischen höchstem und niedrigstem Punkt der Tour 58 Meter betrug. Allerdings war der GPSr zwischendurch mal kurz aus (ich wurde in ein bekanntes schwedisches Möbelhaus gezwungen) und dadurch bedingt war das Ziel ca. 6 Meter niedriger als der Start. Der längste Anstieg am Stück war dann von der Spree in Charlottenburg, vorbei am DRK Westendbis hoch nach Ruhleben. Insgesamt ging es da 2,2 Kilometer am Stück bergauf, wobei da auch die maximale Höhe am Stück „erledigt“ wurde.

  3. Ich bedanke mich recht herzlich für die detailierte Aufschlüsselung ;).

    Mal schauen ob ich am Wochenende mit meinem Brüderchen auch wieder ein Kilometer mit dem Rad zurücklegen werde.

  4. Um welchen Multi (10km) handelt es sich denn hier?

    Merci und Gruß aus der Friedrichstadt,
    Stefan / sunn_bmixer

  5. Und ob. Nur leider habe ich einen OC-Filter in meiner Brille, daher habe ich das nicht wahrgenommen. 😉

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