USB-Scanner am Androiden nutzen

Logo: Accusoft USB ScannerImmer mal wieder bin ich damit beschäftigt, alte Fotos zu scannen um sie so digital gesichert zu haben. Dafür nutze ich einen Canoscan Lide 20, der via USB am Notebook angeschlossen ist. Nun hat die Lösung mit dem Notebook den Nachteil, das dies recht unhandlich ist. Unhandlich insofern, als das es sich auf dem Sessel nicht wirklich bequem arbeiten lässt. Und so kam mir der Gedanke, das man das ja möglicherweise auch mit Tablet oder Smartphone realisiert bekommen sollte. Die Suche nach einer passenden App brachte mich dann auch umgehend zum „USB Scanner“ von Accusoft, den es in einer kostenlosen, allerdings auf 10 Scans limiterten Trial- und in einer unbegrenzt nutzbaren kostenpflichtigen Version gibt.

Mittels OTG-Adapter (hier ein besonders nettes Exemplar)  kann der Scanner ans Smartphone geklöppelt werden und schon geht es los. Ich hatte das Glück, das der Lide 20 zu den von Accusoft getesteten Geräten gehört und somit klar war, das er auch unterstützt wird. Allerdings nutzt die App wohl die Bibliotheken des Sane-Projektes, weshalb durchaus davon ausgegangen werden kann, das deutlich mehr Scanner unterstützt werden.

USB Scanner Scaneinstellungen Bild scannen... Fertiger Scan Scan nach Drehung Dateitypauswahl beim Speichern Speichern

Bei meinem Test funktionierte der Scanner prima, allerdings nur auf dem Oneplus One. Auf dem Nexus 10 stürzt die App direkt beim Start ab, obwohl sie ausdrücklich auch für Tablets konzipiert ist. Grundsätzlich jedoch funktioniert es und somit stellt diese App eine nette Lösung dar, wenn man wirklich mal fix etwas scannen will, ohne dafür extra einen Rechner hochzufahren. Als Speicherformate stehen PDF, JPG, TIFF und BMP zur Verfügung. Beim PDF können auch mehrseitige Dokumente gescannt werden. Ein wenig schade finde ich, das man nicht erst mehrere Bilder in einem Rutsch scannen und dann mit einem Klick speichern kann. Bei Bildern muss jedes Bild einzeln gespeichert werden und dabei jeweils auch einen eigenen Dateinamen zugewiesen bekommen. Automatische ‚Benamsung‘ ist leider nicht vorgesehen.

Und das macht es dann für meine Zwecke wieder unbrauchbar, denn ich habe noch hunderte Fotos zu scannen. Nur eben für Gelegenheitsscans ist die App durchaus empfehlenswert, ist doch ein ‚echter‘ Scan qualitativ immer deutlich besser als der auf dem Smartphone oft übliche Kamerascan, insbesondere dann, wenn mehrseitige Dokumente gescannt werden sollen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

 

Die kostenpflichtige Version ist übrigens gerade im Angebot. Sonst kostet sie 9.99 $ (~8€), derzeit ist sie für 0.99$ (~0.73€) zu haben.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)