Volkseigene Kühltruhe

Das es rund um Berlin etliche hochspannenden Lost Places gibt, darunter vornehmlich verlassene Kasernenanlagen und alte Kliniken ist ja bekannt, aber auch auf dem Stadtgebiet Berlin ist so mancher „Abenteuerspielplatz“ zu finden. Da wäre zum Beispiel das alte Furnierwerk in Karlshorst, das wir im letzten Jahr auf der Suche nach dem dort versteckten Geocache (GC1JZNN und Bonus GC1JZPG) genau erkundet haben. Heute ging es wieder mal auf einen Lost Place inmitten der großen Stadt, dran war heute das ehemalige Werk 1 des VEB Kühlautomat Berlin-Johannistal.

VEB Kühlautomat Johannistal

Zwar liegt dort bisher noch kein Geocache, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Anders als das Furnierwerk Karlshorst war das Gelände hier jedoch weitläufig offen, so das sich die Suche nach einem freien Zugang als recht leicht erwies. Dafür waren die Gebäude aber auch wirklich komplett leergeräumt, kaum ein Hinweis auf die frühere Nutzung des Objektes war zu finden.

Wachturm VEB Kühlautomat Johannistal Waschraum Legale Graffiti Zone VEB Kühlautomat Johannistal

Insgesamt war der Ort aber, typisch für Lost Places, unheimlich spannend. Besonders interessant ist bei solchen Lost Places dann auch folgendes: Es ist fast unvorstellbar das der Ort schon beinahe 20 Jahre lang ungenutzt und verlassen da liegt und genauso unvorstellbar ist eben die Tatsache, das er 20 Jahre lang ungenutzt liegengelassen wurde, an sich.

VEB Kühlautomat Johannistal

So gesehen fehlt jetzt wirklich nur noch eines: Jemand der dort einen schönen Cache legt… 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

17 thoughts to “Volkseigene Kühltruhe”

  1. Gna. Das ist ein bissel weit weg, da macht sich die Cachewartung dann eher schlecht. Also überlasse ich das lieber den „Einheimischen“. 🙂

  2. Ui! Ich dachte ihr wart bei den Trrrüüümmern? 😉 Aber ihr hättet euch ja am Kugelfisch auch noch das alte „Blub“ angucken können. Eine seit über 6 Jahren verlassene Badelandschaft…

  3. @Max: Ich habe eben den Anspruch an mich selbst, meine Caches bei Bedarf immer möglichst sofort zu prüfen/warten, das kann ich von einem Helferlein vor Ort kaum verlangen. Deswegen mache ich das (mit einer Ausnahme die im Notfall aber nicht gewartet sondern archiviert wird) lieber nicht.

    @Callibri: Och, für so manchen LP fahre ich auch meilenweit. Es lohnt sich ja schließlich jedesmal aufs neue.

    @Oszedo: In Trrrmmrrn waren wir auch, aber das muß ich ja hier nicht verraten. Ist doch ein Mystery und so wüsste ja jeder um welchen LP es da geht. Oder doch nicht? Hmm… 🙄 BTW: Kommt man denn ins alte Blubb rein?

  4. An mind. einer Stelle ist der Holzzaun umgerissen und man könnte sehr leicht drübersteigen. Ich weiss aber nicht wie es dort mit Wachschutz oder so aussieht. Es sind aber ringsrum Wohnhäuser, ist also bisschen riskant, braucht dich ja nur ein Anwohner sehen und die Rennleitung rufen…

    1. Ja nee, dann lieber nicht. Da macht es sich eim Kühlautomat schon besser, da ist nämlich weitläufig keine Absperrung, so das freier Zutritt gewährleistet ist. Auf dem LP Besuch von der Rennleitung zu kriegen ist ja schließlich nicht wirklich sehr prickelnd.

  5. Ist ja verrückt. Ich wusste gar nicht, dass das Blub zu ist. Ich habe immernoch die Werbung im Ohr/Auge. Da erklärt sich auch, warum die Werbung schon eine ganze Weile nicht mehr lief… :sleeping:

  6. Wow, in so kurzer Zeit wegen zwei völlig unabhängigen Dingen lande ich wieder einmal bei dir. Aber auf irgendeinem Grund findet man deinen Blog immer ganz oben in den Suchergebnissen, wenn nur „Geocaching“ drin vorkommt 😉

    Ganz unabhängig von diesem Beitrag hier habe ich dort einen Cache gelegt. Gleich (ein paar Meter) hinter einem zur Hälfte umgestürzten, überwachsenen und nicht weiter beachteten Zaun. Zwar kein LP-Multi, sondern ein Tradi wegen einer besonderen Sache dort, aber ich habe im Listing auf einen möglichen, noch zu legenden Multi dort verwiesen und eine etwas – für diese Zwecke ausreichend – detaillierte Beschreibung der Location ins Listing geschrieben. Nun, wie es scheint haben sich die Zeiten geändert. „ApproV“ will von mir die Versicherung haben, dass ich die Eigentümer gefragt habe und ihre Erlaubnis habe, sonst drohen strafrechtliche Verfolgung usw.
    Ich denke mir ist klar, dass Groundspeak hier gesondert darauf hinweisen muss, um sich abzusichern. Dennoch kann ich nicht einschätzen, wie ernst die Sache ist und von mir genommen werden sollte. Meinen Recherchen zufolge ist der Eigentümer des Geländes eine jüdische Erbengemeinschaft, zumindest findet man das so bei Google. Weitere Informationen sind zumindest nach meiner bisher investierten Zeit nicht verfügbar, und in diesem Falle wäre es ja ebenso unmöglich, da eine Genehmigung einzuholen. Nicht in erster Linie, weil ich keine bekommen würde, sondern weil es „keinen zu fragen gibt“. Da das nun jetzt erst mein dritter Cache ist, und der erste LP, bin ich dementsprechend verunsichert. Andererseits gibt es genug Caches, die sehr eindeutig nicht „erlaubt“ sind und sich dennoch bester Beliebtheit erfreuen. Gerade heute habe ich einen gemacht, „Zimmer mit Aussicht“ von Hornesia, wo der Wachschutz regelmäßig patroulliert. Ich weiß nicht, ob du den Cache gemacht hast, aber ich wette, einige Hornesia-Caches wirst du kennen. Und wenn schlussendlich sowas geht, warum sollte meiner nicht gehen?

    1. Ich kenne durchaus einige hornesia-Caches. Und ja, etliche davon können nicht legal gesucht werden, weshalb ich sie (inzwischen) auch ignoriere. Schlimm ist eigentlich, das dies auch den regionalen Reviewern klar ist, diese jedoch die Füße still halten. So sind eben alle gleich und manche ein bisschen gleicher. Du hast halt einfach den falschen Nick…

      In einem Fall hat ja sogar Groundspeak höchstpersönlich die Hand drauf: Stadt im Wald (GC17K3A). Dort wurde seinerzeit das LP-Caching-Werbevideo gedreht und da man ja nicht einfach so auf illegalem Gelände filmen und damit Werbung machen will, hat man rotzepampefrech behauptet das der Cache mit Einwilligung des Eigentümers liegt. Und eines kannst Du mir glauben, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, der das Gelände gehört, macht sicher alles mögliche, aber keineswegs erteilt sie Freigaben für Geocaches. Ganz im Gegenteil, immer dann, wenn sie von einem erfährt fordert sie umgehend die Archivierung.

  7. Das mit der Stadt im Wald ist ja echt witzig.
    Ich denke im Moment über zwei Opionen nach. Entweder, ich sage „klar, Genehmigung, Freigabe und Zugänglichkeit liegt wie bei der ‚Stadt im Wald‘ im offiziellen Groundspeak-Werbefilm vor“ oder ich baue ihn einfach ab. Schließlich will ich auch nicht, dass sich jemand überschätzt, sich dabei verletzt oder gar tödlich verunglückt (ist ein T 4,5 und tatsächlich nicht ohne) und dass dann eventuell auch noch Regressansprüche gegen mich geltend gemacht werden. Kenne mich da mit der Rechtslage überhaupt nicht aus. Vielleicht sind die Leute bei Opencaching aber auch nicht so streng?

  8. Ich glaube Abbau wäre der beste Weg, denn alles andere provoziert nur unnötigen Ärger der schlimmstenfalls wieder auf alle Geocacher zurückfällt.

    Übrigens: Bei Opencaching.de ist man genauso streng. Das weiß ich aus sehr zuverlässiger Quelle. 😉

  9. Es tut sehr weh,wenn man nach über 50 Jahren die ehemalige Arbeits und Lehrlingsstätte wiedersieht. Uns wurde als Lehrlingen trotz allem sehr viel beigebracht und es war eine sehr schönbe Zeit

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