Wie erreicht man wirklich jeden?

In der letzten Zeit häufen sich im Support von opencaching.de/geocaching.de, aber auch bei der DWJ als formellem Betreiber, immer wieder Beschwerden, in denen es um Geocaches in sensiblen Gebieten, wie bspw. Naturdenkmälern, Naturschutzgebieten und ähnlichem) geht. Oft kriegen wir oder eben die DWJ es durch freundliches Vermitteln hin, das entweder die Beschwerde zurückgezogen oder im gemeinsamen Dialog eine Lösung gefunden wird. Es gibt aber auch Fälle, in denen sind die Fronten dergestalt verhärtet, das es zu keiner Einigung kommt. Für uns als Team bleibt dann nur die komplette Sperrung des fraglichen Geocaches, oder oft auch im Falle reiner GC-Caches der Verweis nach Seattle, direkt in die Chefetage von Groundspeak.

Aber nicht nur bei uns im Support, auch auf politischer Ebene wird der Druck auf das Geocaching immer größer. Gerade in Jägerkreisen wird Geocaching gern als „Feindbild“ etabliert. Auch wenn vielen Jägern klar ist, das gerade das Geocaching das kleinste ihrer Probleme ist, es ist das neueste und kann somit noch im Keim erstickt werden, bei allen anderen Problemen (lärmende Kinder in Wildruhezonen,Grillen im Wald, zurückgelassener Picknickmüll, etc.) liegt das Kind bereits im Brunnen und so schießt man sich eben auf das ein, was man noch stoppen zu können meint. Das größte Problem für das Geocaching ist dabei, das die Jäger durchaus eine ernstzunehmende Lobby in politischen Kreisen haben.

Diese Lobby hat der gemeine Geocacher nicht. Und damit steht er im Grunde vor einem Problem. Ohne ernstzunehmende Vertretung in politischen Gremien wird die Luft sicherlich immer enger, denn wenn auf der einen Seite Forderungen an die Politik herangetragen werden, die andererseits aber nicht durch entsprechend sachliche und belegbare Gegenargumente entkräftet werden, dann wird dem Ruf der Gegner des Geocaching über kurz oder lang Rechnung getragen und es ist vorbei mit diesem schönen Hobby bzw. es kann viele unschöne Einschränkungen geben.

Aber wie kann man nun gemeinsam die Stimme erheben?

Es gibt keine gemeinsame Plattform für Geocacher. Einige benutzen bspw. das blaue Forum, also das Forum das von Groundspeak bereitgestellt wird, andere wiederum nutzen den Geoclub, der als größtes deutsches Geocachingforum bekannt ist. Ein weitaus größerer Teil jedoch benutzt keinerlei solcher Plattformen und ist an Online-Diskussionen nur wenig interessiert. Das blaue Forum wird dann abgelehnt weil es irgendwie „zu amerikanisch“ ist, das grüne Forum wegen seiner Trolle, seiner Unmengen unnützer Diskussionen und der ärgerlichen Angewohnheit einiger Moderatoren eine Diskussion zu schließen, wenn sie selbst der Meinung sind sie wäre vorbei, auch wenn es noch weiteren Diskussionsbedarf gibt.

Nun stehen wir als Team opencaching.de/geocaching.de aber vor einem Problem: Ganz klar auf der Hand liegt die Tatsache, das durch die Geocachingcommunity eine gewisse Rückmeldung in Richtung Politik erfolgen muß. Nicht nur durch entsprechende Tickets im Support, auch durch entsprechende Informationen von Seiten diverser Naturschutzverbände, die uns hier gern mit entsprechenden Infos versorgen. Und gerade die Naturschutzverbände sind es auch, die zum Einen erkannt haben, das beim Geocaching der Naturschutz und die Naturerziehung einen sehr hohen Stellenwert haben, die aber zum Anderen auch sehen das ganz andere Lobbyverbände hier nur ein Opferlamm suchen.

Wie aber sollen sich die Community und die Naturschutzverbände kurzschließen?

Immer wieder hört man „die Community hier“, „die Community da“, „blablabla“, wenn es aber darauf ankommt, dann wird niemand müde zu erwähnen, das es ja keine Community im ursprünglichen Sinne gibt, jeder eher für sich arbeitet und sowieso niemand einen gemeinsamen Sprecher oder gar Verein haben will. Nun haben wir aber einige Naturschutzverbände an der Hand und wollen diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen. Würden wir das, wie es wohl das einfachste wäre, einfach der DWJ übergeben, dann kämen sicher ganz schnell wieder böse Stimmen hoch, die der DWJ Selbstherrlichkeit und Mitgliederfang unterstellen. Und eine wirklich gute Chance wäre vertan.

Wie aber die Community, oder eben das was man sich darunter vorstellt, unter einen Hut bekommen? Welche Wege könnte man gehen, um möglichst viele Geocacher in eine sachliche Diskussion zu bekommen? Auf welche Weise wäre es machbar, gemeinsam mit den Naturschutzverbänden gewisse Zielformulierungen auszuarbeiten, die der Politik als Gegenargument vorgelegt werden können, damit sie nicht mehr nur einseitig informiert wird? Auf welche Weise erreicht man auch die forenfaulen Geocacher, um deren Interessen es ja dabei ebenfalls geht?

Das es zu einem Dialog kommen muß, dürfte ja inzwischen für jeden außer Frage stehen. Jetzt einfach stillhalten ist definitiv der falsche Weg, denn die Mühlen mahlen ja bereits gegen das Geocaching.

Eines möchte ich aber gleich betonen: Es geht mir hier nur darum, mögliche Gesprächsplattformen/Gremien zu identifizieren, in denen man eine Schnittmenge der Interessen aller Geocacher unter einen Hut bekommt. Es geht hier keineswegs um die Legitimierung von mir persönlich oder uns als Team, irgendwelche Dinger mit irgendwelchen Naturschutzverbänden zu drehen und Sprachrohr für irgendwen oder irgendwas zu werden.

Aber nicht nur die Richtung Politik ist hier wichtig, ebenso wichtig ist auch der Umkehrschluß, das Erreichen aller Geocacher zu Zwecken der Sensibilisierung, der Schulung und auch der Erziehung. Mit zunehmender Bekannt-und Beliebtheit dieses Hobbies nimmt auch die Zahl derer zu, die Geocaching nicht nur „des Weges und der Natur wegen“ betrieben. Es steigt zwangsläufig die Zahl derer, die Geocaching aus ganz anderem Antrieb heraus betreiben, sei es die technische Spielerei mit dem GPS oder sei es der Wettbewerb und hohe Fundzahlen. Und unbestritten muß man hier feststellen, das gerade bei den jüngeren Neulingen, der so genannten Generation Playstation, ein enormer Aufklärungs- und Erziehungsbedarf besteht, der ganz sicher nicht durch Events oder ermahnende und aufklärende Blog-/Forenbeiträge geleistet werden kann.

Des weiteren sind da auch noch die alteingesessenen Geocacher, von denen manch einer nur ungern zugibt, das er so manchen Geocache gelegt hat, der nur zu Recht Anlaß zur Klage gibt. Auch hier ist ein Umdenken erforderlich, denn es ist recht schwer pro Geocaching zu argumentieren, wenn berechtigte Einwände bestehen aber keine Bereitschaft zur Änderung erkennbar zu sein scheint.

Sicher, die bestehenden gesetzlichen Regelungen passen. Geocaching ist machbar und bei Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen kommt nichts und niemand zu Schaden. Es ist aber eben wie so oft, gesetzliche Freiräume können auslegungsbedingt eingeschränkt, durchaus aber auch im sachlichen Dialog ausgeweitet oder zumindest fester abgesteckt werden. Und das ist eine Sache die wir als Team opencaching.de/geocaching.de nicht allein gestemmt kriegen, auch nicht mit der DWJ im Rücken. Hier ist die Mithilfe aller Geocacher, die Mithilfe der (angeblich nicht, letztlich aber doch existierenden) Community gefragt.

Die Frage ist also nach wie vor: Wie erreicht man wirklich jeden Geocacher?

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

10 thoughts to “Wie erreicht man wirklich jeden?”

  1. Alle wird man nie erreichen. Es können nur jene erreicht werden die Online oder zumindest Offline in irgendeiner Art und Weise in Erscheinung treten. jeden Cacheowner erreicht man nur über die Auslege-Regeln/Bedingungen bei Opencaching und bei Geocaching.com über die Reviewer. So könnte z.B. jeder, der einen/seinen ersten Cache legt eine Mail von Seiten der Reviewer bekommen, die auf solche Regeln, Hinweise etc. hingewiesen werden. Offensichtliche Verstöße gegen solch allgemeinverbindliche Regeln könnten direkt dazu führen, einen Cache nacharbeiten zu lassen (bei einigen Dingen wie Naturschutzgebieten und Bahnlinien etc. geschieht dies ja jetzt schon).

    Genauso sollte es zu mehr Ehrlichkeit unter den Cachern gereichen, wenn solche Regeln bestehen. In der derzeitigen Situation ist man immer der Buh-Mann, wenn man sich über nicht ganz astreine Caches/Cacherverhalten aufregt. Das beginnt schon mit Caches in Naturparks, die 10m vom Weg ab sind. Das ist nicht ok, wenn man aber darauf hinweist wird man angepault, man solle nicht so ein Spießer sein/Besserwisser/Pseudoumweltfuzzi. Vor allem sollten die Cacheowner mehr an mögliche Folgen ihrer Caches denken. Oftmals wird eine Dose irgendwo hin gepfeffert und sie ist auch problemlos anzugehen. Zumindest wenn man die Lokation richtig kennt und weiß von welcher Seite man herankommt. Nur oftmals gehen die Cacher dann ganz andere Wege und suchen anders als der Owner sich dies dachte. erst dadurch kommen solche Probleme zu Stande und Pflanzen und Tiere beginnen zu leiden. Dies ist dann ehrlich gesagt natürlich nur ein wirklich kleines Problem für die Natur (die reagiert auf so etwas normaler Weise recht gelassen), aber es ist ziemlich Plakativ auszuschlachten und auch eindeutig einer Verursachergruppe zuzuordnen (dank der Dose/Hinweis).

    1. Ich denke mal nicht, das man viel erreicht wenn man die Regeln des Spiels verschärft. Wie bereits erwähnt, die Regeln und gesetzlichen Rahmenbedingungen reichen aus. Nur werden auch diese immer wieder mal übertreten bzw. vorhandene Freiräume „überzogen“. Und hier muß angesetzt werden. Esmuß also zum Einen der Dialog zwischen politischen Entscheidern und Geocachern hergestellt werden um unsere Interessen zu vertreten, zum Anderen müssen aber die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen ebenso wie die Neulinge entsprechend sensibilisiert und erzogen werden. Und um das hinzukriegen, muß man eben auch wirklich den Großteil aller erreichen, informatorisch und mit dem Angebot sich selbst einzubringen. Und den Weg, die Plattform dafür zu finden, darum geht es mir hier…

  2. Vor einigen Wochen habe ich in der grünen Hölle ähnliche Gedanken geäußert und wurde von Dir aufs Übelste beschimpft….

  3. Ich denke, mit dem Ansatz „….das Erreichen aller Geocacher zu Zwecken der Sensibilisierung, der Schulung und auch der Erziehung…..“ wirst du nichts erreichen. Wenn du was erreichen willst, dann konzentriere dich darauf was du hast und was du kannst. Ihr habt eine Listingplatform und geocaching.de.

    Bei Opencaching.de könnt ihr direkt dafür sorgen, dass eine Plattform besteht auf der der Naturschutz und das Eigentum Dritter höher bewertet werden als der „Punkt“.

    Mit geocaching.de habt ihr die besten Möglichkeiten Anfänger und Außenstehende zu erreichen. Hier ist noch vieles möglich. Die Navigation auf geocaching.de könnte optimiert werden so das wichtige Infos noch besser gefunden werden. Die „Anleitung zum Finden eines Caches“ zB. ist meiner Meinung nach zu schwer zu finden. Vielleicht findet sich auch jemand der die „Geräte-Seiten“ überarbeitet. Wer als Anfänger gute Infos zu den Geräten findet, liest sich vielleicht auch die anderen Infos genauer durch.

    Geocaching.de könnte aber auch in Bezug auf die öffentlichen Wahrnehmung des Dosensuchens eine gewichtigere Rolle einnehmen. Die „FAQ für Medienvertreter“ finde ich gut. Für andere Anfragen könntet ihr eine Datenbank aufbauen, in die sich „erfahrene Geocacher“ und „Vereine“ eintragen können. Da könnte man sich zB. bereit erklären im Umkreis von 20km um Stuttgart
    -Neucacher mal mitzunehmen
    -Jugendgruppen eine Einführung zu geben
    -Erwachsenengruppen eine Einführung zu geben
    -Schulklassen zu begleiten
    -Gemeinden und Tourismusverbände zu beraten
    -Journalisten mitzunehmen
    -Geräte zu verleihen
    …..
    Ich bin nämlich immer noch der Meinung, der beste Weg gegen „Verbote“ und „Beschränkungen“ ist ein postives Image in der Öffentlichkeit. Wenn die Tochter des Oberförsters bei den Pfadfindern „Geocaching macht“, der Herr Bürgermeister bei der Sitzung des Tourismusverbands vom Geocaching erfährt, der Herr Landrat im Wanderurlaub ein gps-Gerät ausleiht, die örtliche NABU-Gruppe Geocaching-Camps anbietet…. dann müssen wir uns um Verbote deutlich weniger Sorgen machen.

    1. @Christoph: Achja? Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen, denn ich beschimpfe niemanden. Warum auch? Bitte belege doch mal Deine Aussage, kann ja gut sein das wir sonst aneinander vorbeireden.

      @Bursche: Du magst Recht haben, wir als Team haben die Plattformen zur Verfügung, aber daraus resultiert auch wieder ein riesiges Problem. Sobald es ausschließlich über die Plattformen OC.de und GC.de kommuniziert wird, heißt es wieder von überall …die DWJ! Und genau das ist ja immer wieder das große Mißverständnis, das dann dafür sorgt, das sich jeder gegen eine eigentlich gute Sache wehrt, nur weil er denkt das die DWJ mal wieder auf Mitgliederfang oder Imagetour ist.

  4. Die DWJ polarisiert. Aber auch ohne „eingetragenen Verein“ wird so ein offenes Projekt immer polarisieren. Davon solltet ihr euch aber nicht abhalten lassen. Macht das, was ihr im aktuellen Team für richtig erachtet. Lasst die Trolle aufheulen. Die produzieren nur heiße Luft, ihr habt was geschaffen und habt auch das Recht, eure Interessen deutlich wahrnehmbar zu vertreten.

    Entscheidend ist was hinten rauskommt! Entweder ihr überlasst den Trollen das Spielfeld dann endet es so: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=2&t=46040&start=26 oder ihr spielt eure Trümpfe aus und gestaltet nach EUREN Vorstellungen.

    1. Bursche, Du hast ohne jeden Zweifel Recht, jedoch dürfen wir eines nicht vergessen: Wir sind schon lange nicht mehr der kleine Underdog, der den großen ans Bein pisst, wir sind inzwischen eine echte Hausnummer, die damit auch sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Klar, wir können unsere Ideen (und Interessen) problemlos auf unserer Plattform durchsetzen, aber das bringt gleich zwei Probleme mit. Problem 1 ist tatsächlich das Geschrei der Trolle. Es hält nämlich viele der vernünftigen Geocacher davon ab, sich ernsthaft mit der Problematik auseinanderzusetzen. Problem 2 ist damit automatisch das Benutzerproblem. Wir können und wollen unsere Benutzer gern auf unseren Weg mitnehmen, das klappt aber nur wenn sie sehen, das dieser Weg von allen gegangen wird, und nicht nur von OC.

      Um einfach nur unsere Benutzer auf etwas aufmerksam zu machen haben wir einfache Mittel. Ein Blogeintrag im Teamblog, eine Rundmail an alle oder auch die von Dir angesprochene Öffentlichkeitsarbeit über GC.de. Aber das reicht eben nicht um wirklich alle mitzunehmen.

      Klar, wenn keiner mitkommen will, dann werden wir am Ende einfach nur unsere und die Interessen unserer Benutzer vertreten, dann werden zwar wieder alle davon profitieren und trotzdem meckern das etwas getan wurde, aber das Ergebnis wäre zu einseitig. Die ewigen Trollemal außen vor gelassen muß es doch trotzdem möglich sein, zumindest alle anderen Geocacher auf bestehende Probleme, drohende Komsequenzen und mögliche Lösungen aufmerksam zu machen und sie dazu zu bringen, gemeinsam die eigenen Interessen zu vertreten.

      Oder bin ich einfach zu blauäugig wenn ich denke, das der Großteil der deutschen Geocacher wissen muss das es so nicht weitergehen kann, wenn ich denke das er bereit ist sich für sein Hobby mit einzubringen?

  5. Das Geschrei der Trolle überbewertest du (hoffentlich). Die Leute die ich beim Geocachen treffen und die mich fragen warum ich mich auf OC konzentriere, die kennen keinen KönigDickbauch und keinen -JHA-. Die haben sich mal die Karte bei OC angeschaut und haben gemerkt, dass Ihre Funde dort nicht markiert werden (das ändert sich wohl in den nächsten Wochen) oder sie konnten sich nicht mit „ihrem Usernamen“ anmelden weil der schon belegt war…. Die Gründe sind also profaner als man vermutet und haben wenig mit „Ideologie“ zu tun.

    Es ist verständlich, dass Ihr Euch am „Benutzer“ orientiert, schließlich steckt man nur soviel Energie in ein Projekt, wenn man will dass es Erfolg hat. Und Erfolg hat man nur, wenn man sich am Benutzer orientiert. Andererseits kann der kurzfristige „Benutzerwunsch“ nach der Dose auf dem Baum im Naturschutzgebiet nicht erfüllt werden, da er langfristig dem Geocachen insgesamt schadet.

    Dein Wunsch, dass sich die Plattformbetreiber auf eine einheitliche Linie einigen und geschlossen gegen „Problemcaches“ vorgehen, wird sich nicht erfüllen. Die Amis erreichst du mit deinen Gedanken nicht, die Reviewer kannst du vergessen, bei TC und NC wirst du womöglich gar keinen aktiven Seitenbetreiber finden, Geodatus und Megacaching haben andere Probleme….

    Zudem wird es in absehbarer Zeit möglich sein, alles mögliche im WWW mit geodaten zu „ergänzen“. Geocachen wird dann auch über twitter, google…. möglich sein und hier wird es erstmal überhaupt niemanden geben, bei dem man einen Cache melden kann.

    Insgesamt also sicher ein Kampf gegen Windmühlen!

    1. Keine Sorge, die Trolle aus dem grünen Forum sind eher ein „Nebenkriegsschauplatz“, der uns nicht in unseren Entscheidungen und Taten beeinflusst.

      Allerdings hast Du mich evtl. auch falsch verstanden, denn wie es aussieht meinst Du, ich wolle die Plattformbetreiber auf eine einheitliche Linie bringen. Dem ist nicht so, denn allein Groundspeak wird da nicht mitmachen, denen ist der Naturschtz weitgehend egal solange die Kasse stimmt. Und wenn dann bspw. in einem Nationalpark Geocaching verboten wird, dann ist das eben so, den Rest entsprechend zu sensibilisieren ist nicht in Groundspeaks Sinn, denn es würde den Verlust zahlender Kunden bedeuten. Da gibt man lieber kleine Gebiete komplett auf bevor man alle ein wenig einschränkt.

      Nein, mir geht es aktuell einzig darum, die Benutzer, die Geocacher auf eine gemeinsame Linie oder zumindest in eine gemeinsame Diskussion zu bringen. Damit es eben hinterher nicht wieder heißt „die von OC wollen uns bevormunden“. Und da ist bspw. das grüne Forum ein denkbar ungünstiger Ort, denn viele scheuen/meiden es aus den oben genannten Gründen.

      Ein Kampf gegen Windmühlen ist es auf jeden Fall, das steht außer Frage. Aber das Angebot zum gemeinsamen Dialog besteht ja und wenn ich mir die Zugriffszahlen anschaue, dann haben das hier auch wirklich viele Leute gelesen. Hoffentlich erinnern sich dann die Leser auch noch daran, wenn es uns tatsächlich gelingt die entsprechenden Gremien auf unsere Seite zu bringen… 😕

  6. So ganz negativ wie ihr sehe ich das Ganze nicht. Jäger mögen eine Lobby haben, aber ihr Inmage ist eher schlecht. Waldbesitzer haben meist nur etwas gegen Geocacher wenn die Cache illegal liegen.
    Das Geocachen verbreitet sich derzeit dermaßen schnell das es zum Wirtschaftsfaktor wird. Wenn ich in einer Ratssitzung einen Cache und dessen Logs als Beispiel nutze, für die Attraktivität einer bestimmten Ecke der Stadt, wird das nicht als negativ angesehen. Der Jäger der diesen zerstörte ist da eher der Buhmann.
    Die meisten Gesetze welche das Geocachen betreffen sind Landesgesetze. Da ist der Einfluss der Jäger nicht so stark, wie der einer Tourismusbranche.
    Klar ist das nicht so schön wenn Tourismusverbände der Städte Werbung mit Geocaching machen, aber es hat auch nützliche Seiten.
    Verhindern kann man dieses eh nicht mehr.
    Das ich OC nicht mehr benutze hat eher pragmatische Gründe. OC kann verklagt werden, Namen von Geocachern heraus zu geben, sofern die OC bekannt sind. Vor allem bei Lost Places kann das Probleme geben. Diese sind nun mal, nicht alle legal und da kann es zu Problemen kommen.
    Klar wäre eine gemeinsame Lobby nützlich, aber Aufgrund verschiedenster Problem welche es beim Geocachen gibt, nicht umsetzbar. Viele Geocacher möchten halt anonym bleiben. Und Groundspeak ist für deutsche Behörden kaum greifbar.
    Naturschutzverbände sind sicher in der Lage einzelne Geocacher über GC zu erreichen, wenn sie das den wollen und es Probleme mit einem bestimmten Cache gibt.

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