Wildschweinschreck

Heute haben wir uns kurzentschlossen aufgemacht um eine Runde im Grunewald zu drehen. Dabei sollte zur Abwechslung mal kein Geocache gesucht werden. nein, diesmal ging es ums Verstecken. Schon eine ganze Weile hatte ich das auf dem Plan, die Dosen waren fertig, nun galt es noch einen geeigneten Ort zu finden. Also mehrere Ort, denn im Ganzen handelte es sich um 5 Dosen, die heute ein neues Heim im Wald finden sollten.

Als wir uns dem Gebiet näherten das für die erste Dose geplant war, geschah es dann: Unachtsamer Weise trat ich auf einen Ast. Dieser zerbrach unter meinen Füßen und gab ein laut knackendes Geräsch ab. Dieses Geräusch wiederum weckte das Wildschwein das ungefähr 5 Meter neben mir in seiner Suhle lag und schlief.

Leider hatte ich die Kamera noch in der Tasche, das herausholen und „scharfmachen“ dauerte seine Zeit und so hatte der Schwarzkittel Zeit genug um sich reichlich zu entfernen. Lustig dabei war, das neben diesem Schwein ein weiteres schlief. Das aber blickte zunächst nur kurz auf und legte sich dann wieder hin. Nach ungefähr 3 Sekunden schien es seine Lage zu bemerken und blickte erneut auf um sich dann im Zeitlupentempo zu erheben und fortzulaufen.

Schade, die Kamera schon in der Hand und weniger Schneefall und die Bilder wären garantiert Klasse geworden. Aber so ist das mit den Viechern, die sind einfach zu schnell. Vor einigen Tagen sind uns ja schonmal Wildschweine über den Weg gelaufen, allerdings eine ganze Rotte. Deren Fluchtweg schlug einen Haken so das sie nochmal kurz den Weg vor uns kreuzten. Dabei kam dann dieses Foto von einem „Flugschwein“ zu Stande:

Aber irgendwann wird es schon noch etwas mit dem „perfekten Schweinebild“, also in freier Wildbahn, nicht im Zoo. So viele von den Viechern wie es hier in der Gegend gibt und so oft wie ich durch die Wälder stiefel, müssen mir ja zwangsläufig noch einige vor die Linse kommen. 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Wildschweinschreck”

  1. Bei uns (Nordberlin) muss man nicht mehr durch Wälder streifen, um Wildschweine zu treffen. Die kommen aufs Grundstück und zur Lieblingspizzeria:
    http://autorenblog.writingwoman.de/index.php/blog/blogging/wo-sich-wildschwein-und-pizza-gute-nacht-sagen/
    Mein Sohn hat neulich nachts an der Bushaltestelle einen Hirsch getroffen und per Handy fotografiert. der Hirsch hat den Bus dann aber nicht genommen 😉

  2. So ganz ohne ist die Begegnung zu dieser Zeit noch nicht – wir hatten vor ein paar Wochen einen Jäger im Talk:
    http://www.cachetalk.de/archives/23-Waidmannsheil-am-Geocache.html
    Bei gewissen Begegnungen ist es vorteilhaft bis lebensrettend gut klettern zu können!

    1. Schon klar, aber in meiner Familie sind etliche Jäger, so sehe ich den Schwarzkitteln eigentlich ganz gelassen entgegen, weiß ich doch darum wie man sich ihnen gegenüber verhält um nicht in Gefahr zu geraten. Ganz allgemein sind die nämlich weniger gefährlich als vielerorts behauptet wird.

  3. Ganz so gelassen wäre ich da nicht. Bei uns hier sind in den letzten Monaten 2 Hunde den Schweinen zum Opfer gefallen. So richtig friedlich sind die nicht, wenn sie meinen man wäre in ihrem Tanzbereich … Ich habe jedenfalls nicht das dringende Bedürfnis, dass mir so eine Sau vor’s Rad läuft.

  4. Exakt das ist es: Der Tanzbereich. Kommt man da rein, sehen sich die Schweinchen in Bedrängnis und schalten auf Angriff. Sehr ungesund. Lässt man ihnen aber ihren Raum und kommt nicht näher bzw. macht auch sonst nichts was darauf hindeutet das man ihnen feindlich gesonnen ist, dann nehmen die lieber Reißaus. Und vor der Flucht bleiben oft einige Sekunden für die Fotosession… 🙂

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