Wir belauschen den Ostblock!

„Wir belauschen den Ostblock!“ Unter diesem Motto stand das heutige Rudelcache in der ehemaligen NSA-Radaranlage, von der aus im Rahmen des weltweiten Spionageprojektes ECHELON seinerzeit der Ostblock überwacht und ausgespäht wurde. Heute ist das Gelände eher ein riesiger Abenteuerspielplatz und eben ein feiner „Lost Place mit Dose„.

Und so trafen wir uns heute kurz vor High Noon um FSB Site IV (GC16FB6) gemeinsam in Angriff zu nehmen. Eines gleich vorab: Schon durch die Lage, die Geschichte nund den baulichen Zustand gehört dieser Ort wohl zu den spannendsten Lost Places der ganzen Gegend. Eigentlich hat man da kaum Zeit sich auch um die Suche nach dem Cache zu konzentrieren. Mein Vorteil lag hier ganz klar auf der Hand – bereits im Februar hatte ich das Gelände erkundet und konnte so neben etwas Fotografiererei meine ganze Aufmerksamkeit der Dose widmen.

Glücklicherweise regnete es zunächst in Strömen, bei diesem Gelände ist das immer ein Vorteil, hält Regen doch Touristen fern die sich sonst gern zu Hauf dort aufhalten. Klar, nicht nur auf Geocacher hat solch ein Ort eine anziehende Wirkung und da der Hauptturm ja weithin sichtbar ist, wird gerade an Wochenenden immer sehr viel „Tourivolk“ angelockt.

Nach reichlich interessanten Orten, die wir im Rahmen der Suche genauer unterdie Lupe nahmen erklommen wir noch das Filetstück der Anlage, den Radarturm. Klar, wenn man schonmal dort ist, dann muß man da einfach rauf, nicht nur das endgeniale Echo in der Kuppel, auch die Aussicht ist den Aufstieg auf jeden Fall wert.

Das Betontreppenhaus ist, wie so ziemlich alles in diesem Objekt, reichlich von Sprayern „verziert“ worden, eine Stelle aber hatte sogar richtig Stil. Auf dem linken Bild gut zu erkennen, wurde hier das Logo von Half Life² angebracht, die Athmosphäre vor Ort und die Betonwände sorgten dafür, das man sich bei diesem Anblick tatsächlich mitten ins Spiel versetzt fühlte.

Schade eigentlich, das die ersten schon wieder drängelten, denn sie wollten unbedingt weiter nach der Dose suchen und hatten keine Ruhe für ausgiebiges Sightseeing. Also ging es zügig weiter. Der Wertung Schwierigkeit 4.5 (von 5) und Terrain 4.5 (von 5) wurde die Dose auf jeden Fall gerecht, nichtsdestotrotz konnte sie sich am Ende aber nicht vor uns verbergen. Und hurra, wo im Grunewald ja gefühlte tausend Mikros liegen, ist hier ein Cache der die Größenbezeichnung „Large“ mehr als nur verdient hat… :w00t:

Und zum Abschluß gab es dann das obligatorische Rudelfoto. Komisch eigentlich, wenn man sich die Bilder so anschaut, dann wirkt das Rudel auf einmal richtig groß, solange alles irgendwo in der Anlage herumhopste hatte sich alles so sehr verlaufen, das man gar nicht wahrgenommen hatte, wieviele Leute da tatsächlich zugegen waren.

Übrigens, da wir uns hinterher alle noch recht fit fühlten, zogen wir gemeinsam los um noch einen T5 (T5 Triathlon: Klettern – GC1G4G5) ganz in der Nähe zu erledigen, bevor es dann gemeinsam zum Verzehr anatolischer Kostlichkeiten ging. 🙂

Und wie üblich: Noch mehr Bilder gibt es im entsprechenden flickr-Album und einen weiteren Bericht bei LadyAllista.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

4 thoughts to “Wir belauschen den Ostblock!”

  1. Na hoffentlich habt ihr noch was übrig gelassen, wie lange habt ihr in der großen Gruppe insgesamt gebraucht und ist das auch mit deutlich weniger Mannen machbar?
    Sieht auf jeden Fall immer noch spannend aus und wenn ich die FSB Site IV dann auch mal irgendwann mache, hab ich ja genug Telefonjoker bei der Hand 😛

    1. Wir waren in 3,5 Stunden durch, was allerdings wirklich schnell war, andere haben schon zwei Tage dort zugebracht. Aber ich denke mal das man in einer kleinen Gruppe mit etwas Geschick durchaus so im Bereich 4 – 5 Stunden landen sollte.

      Übrigens: s/irgendwann/schnellstmöglich :w00t:

  2. Ja, war eine sehr schöne Runde. Tolles Gelände auf dem man auch locker den ganzen Tag verbringen kann, wenn man das noch mit einer Fotosafari verbindet. 😉

    Max: Also man sollte da schon mit mind. 3 Mann hin, dann sollte das auch zu schaffen sein.

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