Wochenendabenteuer – Teil 1: ÖPNV

Als Autofahrer komme ich ja recht selten in den (zweifelhaften) Genuß mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Vergangenen Samstag war es aber mal wieder so weit. Lucky, dessen Frau, Detlef, $BESTEEHEFRAUVONALLEN und ich wollten gemeinsam zu einem RL-Treffen Berliner DW-Spieler fahren.

Alles traf sich bei uns und bei einem „Aufwärmbierchen“ wurde bvg.de nach der günstigsten Verbindung befragt. Als diese feststand ging es los. Der erste Schock kam bereits beim Einsteigen im Bus: 2,60 Teuro pro Person. Spinnen die? Da die Diskussion um den Preis und das Fahrziel ein wenig länger dauerte fuhr der Bus dann mit gut 3 Minuten Verspätung ab. Interessanterweise hatten wir mit diesem Bus genau eine Station zu fahren, so das das Einsteigen länger dauerte als ein kurzer Fußmarsch. 😉

Beim nächsten Umsteigen zeigte sich dann das 2 Minuten für eine Strassenüberquerung schon etwas knapp angesetzt sein können, vor allem wenn man selbst eine 3-minütige Verspätung provoziert. Aber der Fahrer des Anschlußbusses war so nett auf unser Gejohle und Gewinke mit einer kurzen Wartepause zu reagieren, so das wir noch mitfahren konnten.

Anschließend kam das Schlimmste: Die Fahrt mit der S-Bahn. Als erstes stellten wir nämlich in der S-Bahn anhand des Zonenplanes fest, das uns der Fahrer des ersten Busses um 50 Teurocent beschummelt hatte, da wir keineswegs durch Tarifzone C mussten (und fuhren). Dann die netten Zeitgenossen die sich zu abendlicher Stunde so alles in öffentlichen Verkehrsmitteln herumtreiben. Als braver Bürger würde man sagen die gehören allesamt weggesperrt. Für immer. Aber nicht die seltsamen Zeitgenossen waren das Schlimmste, nein, das war der Zielbahnhof.

Als an Sauberkeit in Bahnhöfen gewöhnter Spandauer musste der Schrottie in Ostkreuz aussteigen. So einen ranzigen Bahnhof habe ich wohl noch nie erlebt. Jeder S-Bahnfahrer sollte lieber kurz vor dem Bahnhof die Hebel auf den Tisch legen und da durchbrettern. Ansteckungsgefahr! Akute!

Auf dem Bahnsteig wird man von halbgewalkten 12-jährigen mit voll aufgedrehtem Gettho-Blaster begrüßt, kein Stück des Bahnsteiges ist unbeschmiert und abgesehen von ein paar braven Bürgern sind vornehmlich solche Typen da, denen das Wort „kriminell“ quasi ins Geschicht geschrieben steht. Also ich hab jetzt eigentlich kaum Vorurteile, aber zu denen fällt mir wirklich nichts anderes ein.

Erste Amtshandlung: Alle Taschen fest verschließen!

Kaum runter vom Bahnsteig standen wir auf einer Baustelle. Dachten wir zumindest. Der dunkle Pfad war, wie sich später herausstellte, offenbar wirklich der endgültige Weg vom und zum Bahnsteig. Keine 20m gelaufen standen 4 Typen im Halbdunkel und teilten sich eine Spritze für den nächsten Druck. Nochmal 20m weiter kamen die ersten und wollten unsere alten Fahrkarten haben. Der Eingansbereich zum Bahnhofsgelände wimmelte nur so von Typen die man ohne schlechtes Gewissen in die Kategorie „Handtaschenräuber“ einordnen kann.

Zweite Amtshandlung: Nix wie weg hier!

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

2 thoughts to “Wochenendabenteuer – Teil 1: ÖPNV”

  1. Schrottie, aber das Kulturelleerlebnis in der S-Bahn sollte man nicht aus dem Auge lassen.

    So ein „schön“ genuscheltes Gedicht unter Einfluss von Haluzinogenen habe ich noch nie gehört.

  2. Nicht Einfluß, eher Entzug. Wobei ich das Genuschle auch eher auf die fehlenden Zähne zurückführen würde, die allerdings eine Folge des Lebenswandels, und somit wieder der Halluzinogene sind…

    Traurig was die Drogen aus Menschen machen können.

Kommentare sind geschlossen.